Veranstaltungsberichte

Neubrandenburger Fortbildungsabend 2020

Mehr als einen Blick wert

 

Fortbildungsabend wartete mit „Funktionaloptometrist“ auf

 

Einen Fortbildungsabend der besonderen Art konnten interessierte Zuhörer am 21. Oktober im historischen Marstall in Neubrandenburg erleben. Im Namen der Wissenschaftlichen Gesellschaft ZMKMV hatte Dr. Manuela Eichstädt zum alljährlichen Fortbildungsabend in Anknüpfung an die Tradition der ehemaligen Neubrandenburger Bezirksgesellschaft geladen. Unter den Teilnehmern aus ganz Mecklenburg und Vorpommern befanden sich neben Zahnärzten und Zahntechnikern auch Ärzte.

 

Der Referent Hartmut Wander, seines Zeichens Augenoptikermeister, Hörakustiker, Visualtrainer und eben Funktionaloptometrist, gewährte uns einen Einblick in seine Arbeit zur Funktionsverbesserung primär gesunder Augen. Dabei taten sich anhand seiner Ausführungen erstaunliche Zusammenhänge auf, die bisher kaum Berücksichtigung fanden und auch mit falschen Unterkieferpositionen und anderen orthopädischen Fehlstellungen assoziiert sein könnten. Er konzentriert sich, als selbst davon Betroffener, auf die Arbeit mit Menschen mit diagnostizierter Lese- und Rechtschreibstörung (LRS). Eine gewisse Anzahl unter LRS-Betroffenen eint, dass das periphere Sehsystem nicht korrekt arbeitet. Dadurch sind die für das Lesen so wichtigen Blicksprünge zum Erkennen von Wortanfang und Wortende nicht möglich, so der Referent. Eindrucksvoll demonstrierte er anhand aktueller Fälle, wie sich Zahn- und/oder Kieferfehlstellungen dabei möglicherweise auswirken und wie mit einfachen Mitteln innerhalb von wenigen Minuten eine deutliche Verbesserung beim Lesen zu hören und in der Körperhaltung zu sehen war. Kleine Tipps, die sich gut im Rahmen eines Kurzscreenings in den Praxisalltag integrieren lassen, rundeten den Vortrag ab.

Insgesamt war es ein gelungener Abend, mit durchdachtem Hygienekonzept, saftigem und speziell dekoriertem Kuchen und einem abschließenden leckeren Abendessen.

 

Das gewählte Thema eröffnete nicht nur mir einen neuen Blickwinkel. Die interne Evidenz des Referenten bei seinen ausgewählten Fällen ist vielversprechend und war für so manchen Teilnehmer sogar verblüffend. Dabei stellt sie, gemessen an rein wissenschaftlichen Kriterien, jedoch derzeit eine Expertenmeinung dar. Dies wird unter anderem auch dadurch gestützt, dass sich eine teilweise konträre Haltung der Augenärzte bei der Recherche zu dieser Thematik finden lässt. Es wäre daher verfrüht, allein aufgrund des Vortrages nun bei diagnostisch bekannten Seh- bzw. Erfassungsschwächen umfangreiche und ggf. irreversible zahnärztliche Therapien durchzuführen.

 

Grundsätzlich bin ich, auch aufgrund einer persönlichen Erfahrung, der Meinung, dass die Gesamtthematik der Funktionaloptometrie, insbesondere bei LRS-Betroffenen, eine genauere Betrachtung verdient. Da die Zahnmedizin eine gewisse Rolle zu spielen scheint, könnte ich mir gut vorstellen, der Funktionaloptometrie demnächst im Rahmen weiterer interdisziplinärer klinischer Untersuchungen, vielleicht sogar gefördert von der wissenschaftlichen Gesellschaft, wieder zu begegnen. Selbst wenn es sich dabei nur um eine Pilotstudie handeln sollte, die mögliche Assoziationen objektiv abschätzt, könnte diese dann als Grundlage für darauf aufbauende Forschungsvorhaben dienen, um die externe Evidenz möglicher Zusammenhänge zwischen Kausystem und visuellem Erfassungsvermögen wissenschaftlich zu beleuchten.

 

Mit anderen Worten, ich als Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft würde diesen neuen Weg, auch wenn er primär von der gängigen Norm (noch) abweicht, begrüßen.

 

Dr. Roman Kubetschek

 

Neubrandenburger Fortbildungsabend 2019

Der 20. Neubrandenburger Fortbildungsabend widmete sich dem Thema „Parodontalchirurgie - 

Konventionell - Resektiv - Regenerativ". 

 

Eindrucksvoll präsentierte der Hamburger Oberstarzt und  Klinische Direktor am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg Dr. Michael Lüpke die neuen Möglichkeiten der Parodontalchirurgie und den Einsatz von Emdogain. 

 

Der Vortrag endete mit Bildimpressionen aus dem sandigen Behandlungsalltag der hochmodern ausgestatteten Zahnarzttruppe in Afghanistan. Am meisten prägten sich dabei die Fotos zahnärztlicher Geräte ein- auf kleinstem Raum in einer Umgebung, in der man von einer konstanten Stromversorgung nicht ausgehen kann. 

Ein gelungener Vortragsabend durch die Verbindung von Grundlagen und Novitäten klang aus bei Abendessen und Gesprächen unter Kollegen.

 

Dr. Manuela Eichstädt

Sekretär der ZMKMV

Schweriner Fortbildung 2019

Am 18.09.2019 fand der 3. Schweriner Fortbildungsabend der Mecklenburg – Vorpommerschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an den Universitäten Greifswald und Rostock e. V. statt.

Priv. Doz. Dr. D. Pahncke (Rostock) referierte  über das Thema: Erfolg und Misserfolg in der Endodontie – ein Rückblickauf 40 Jahre Kanalarbeit. In dem bis auf den letzten Platz ausgebuchten  Seminar,  wurde ein sehr gut aufgelegter Referent den Erwartungen gerecht.

In der Zusammenfassung führte Dr. Pahncke aus, dass endodontische Behandlungen trotz bahnbrechender technischer Innovationen in den letzten Jahrzehnten eine unveränderte Misserfolgsrate haben.

Der Referent hat die Gründe dafür analysiert und Beispiele aus eigener praktischer Tätigkeit vorgestellt, die nicht zum erwarteten Erfolg geführt haben. Dazu gehören Abweichungen von der normalen Anatomie in der Anzahl und Lage der Wurzeln, die kalkige Degeneration der Pulpa in Form von Obliterationen und Dentikeln und Resorptionen der Zahnhartsubstanz.

Weiterhin wurde über diagnostische Irrtümer, angefangen von der Bestimmung des verursachenden Zahnes und der Interpretation von Röntgenbildern, über Neuropathien bis zum m. Münchhausen anhand klinischer Fälle ebenso berichtet, wie über allergische Reaktionen z.B. auf Kofferdam, Guttapercha oder Hypochlorit.

Der Referent zeigte sowohl Möglichkeiten zur Gestaltung der Zugangskavität unter Belassung oder Entfernung eventuell vorhandener Kronen und die damit verbundenen Risiken als auch zur sachgemäßen Anwendung von Instrumenten und Spüllösungen in den einzelnen Etappen der endodontischen  Behandlung und präsentierte seine Einschätzung zum Stellenwert der Endometrie.

Nach der Pause wurden Probleme im Zusammenhang mit Wurzelkanalfüllungen besprochen und der Frakturschutz endodontisch behandelter Zähne anhand eigener Forschung und Erfahrungen diskutiert. Den Abschluss bildete die Vorstellung  langjährig kontrollierter traumatologischer Behandlungsfälle-

 

Dr. H. Garling

 

Neubrandenburger Fortbildungsabend 2018

Vor der Kulisse kanadischer Bergseen trafen sich zum 19. Mal Zahnärzte und Zahntechniker zum Fortbildungsabend in der Vier Tore Stadt- Neubrandenburg. Geladen war Prof. Dr. Karl Heinz Utz zum Thema “Totalprothese leicht gemacht, mit dem richtigen Biss“. Mit viel Praxisbezogenheit und Freude präsentierte der pensionierte Prothetiker seine wissenschaftlichen Erkenntnisse und den großen Schatz seiner persönlichen Erfahrungen. Viele Kollegen nutzten die Möglichkeiten der Fallvorstellung nach dem Vortrag. In kollegialen Gesprächen und bei Brot und Wein klang der Mittwochabend aus in Vorfreude auf ein Wiedersehen in 2019.

Ein besonderes Dankeschön gilt der Fa. 3M Espe für die großzügige Unterstützung.

 

Dr. Manuela Eichstädt

 

 

Kurzmitteilungen

Mitgliederversammlung

20. Oktober 2021 um 17 Uhr im Marstall, Behmenstraße 16 in Neubrandenburg

Aktuelle dens

Hier gelangen Sie zur aktuellen Ausgabe der dens